VPNreport-Redakteur Marvin Gerste

Marvin Gerste

Mit 13 Jahren bekam Marvin seinen ersten Computer mit Internetzugang. Heute verdient er sein Geld ausschließlich im WWW. Er begeistert sich für alle Themen rund um das Surfen im Web. Einschließlich der Nutzung von Technologien, welche das Internet sicherer machen.

Die Hauptaufgabe eines Virtual Private Networks besteht darin, die IP-Adresse des Nutzers zu anonymisieren. Dafür wird die Internetverbindung über einen speziellen VPN-Server umgeleitet. Dieser gaukelt Außenstehenden einen völlig anderen Nutzungsstandort vor. Womit eine Nachverfolgung unmöglich wird. Mittlerweile existieren mehr als ein Dutzend empfehlenswerter VPNs. Der zunehmende Konkurrenzkampf hat dazu geführt, dass sich die Dienstleister Zusatzfunktionen haben einfallen lassen. Womit sie sich von ihren Mitbewerbern hervorheben möchten. Für einen umfassenden VPN-Vergleich ist es deshalb wichtig, einige dieser Features zu kennen. Um dann entscheiden zu können, welche davon für einen relevant sind.

Nützliche Zusatzfunktionen von VPNs

Diese weiteren Optionen fließen am Ende in die Kosten-Nutzen-Rechnung mit ein. Nicht jeder wünscht sich ein Komplettpaket und sucht deshalb lieber einen günstigeren VPN-Anbieter aus. Während manche Funktionen sehr spezifisch und eher optional sind, gelten andere als empfehlenswert für alle Nutzer. Einige der Letztgenannten werden jetzt kurz vorgestellt.

CyberGhost VPN ist ein solider bis exzellenter VPN-Dienst, der eine breite Palette von Funktionen und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet - mit einfacher Bedienung.
Was uns gefällt
umfangreiche Anzahl an Servern weltweit
einfache Bedienung und Benutzeroberfläche
viele zusätzliche Funktionen, wie Kill Switch, MultiHop und CleanWeb
Benutzerfreundlichkeit
10
Demo-Version
10
Funktionen
10
CyberGhost – VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,9
Sehr gut
NordVPN überzeugt mit einer Vielzahl von Funktionen und Protokollen – und auch die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Verbindungen sind sehr gut. Ein rundum empfehlenswerter VPN-Dienst.
Was uns gefällt
benutzerfreundliches User Interface
Große Serverauswahl in über 60 Ländern
Hohe Sicherheitsstandards, inklusive Kill-Switch und automatischer Verbindung zum besten verfügbaren Server
Benutzerfreundlichkeit
9
Demo-Version
8
Funktionen
10
NordVPN – der Test mit allen Details (Kosten & Erfahrungen)
9,3
Sehr gut
Die Benutzeroberfläche ist einfach zu bedienen, die Verbindung ist stabil und die Verschlüsselung sorgt für maximale Sicherheit und Datenschutz. Klare Empfehlung.
Was uns gefällt
Atlas VPN bietet eine gute Verschlüsselung
Ermöglicht es Benutzern auf Streaming-Dienste wie Netflix und Disney+ zuzugreifen
Einfache Bedienung und benutzerfreundliche Gestaltung
Benutzerfreundlichkeit
9.5
Demo-Version
9
Funktionen
9
Atlas VPN – VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,3
Sehr gut
ExpressVPN bietet einen umfassenden VPN-Dienst mit einer hohen Geschwindigkeit, einer starken Verschlüsselung, einer No-Logs-Richtlinie und einer Vielzahl von Funktionen.
Was uns gefällt
Großes Server-Netzwerk in 94 Ländern
Kill Switch-Funktion
Hohe Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
10
Demo-Version
7.5
Funktionen
10
ExpressVPN – VPN Anbieter im Test mit allen Details (Kosten & Erfahrungen)
9,6
Sehr gut
Surfshark VPN ein sehr guter VPN-Dienst ist, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Funktionen sind sehr umfangreich und überzeugten in unserem Test restlos.
Was uns gefällt
Robuste Verschlüsselung und Datenverschlüsselung für höchste Netzwerk-Sicherheit
Streaming ohne Geoblocking möglich
Unterstützung für Torrents
Benutzerfreundlichkeit
9
Demo-Version
8
Funktionen
9
Surfshark VPN – der Test mit allen Details (Kosten & Erfahrungen)
9,1
Sehr gut
ProtonVPN ist ein sehr gutes VPN, das eine hohe Sicherheit und Datenschutz bietet und auf verschiedenen Geräten einfach zu installieren und zu verwenden ist.
Was uns gefällt
Starke Verschlüsselung und Datenschutzstandards
Keine Protokolle werden gespeichert
Funktioniert gut gegen Geoblocking
Benutzerfreundlichkeit
10
Demo-Version
10
Funktionen
10
ProtonVPN – VPN Anbieter im Test mit allen Details (Kosten & Erfahrungen)
9,7
Sehr gut
UltraVPN ist ein zuverlässiger VPN-Anbieter, der mit einem breiten Funktionsumfang, einem kompetenten Kundensupport und neuster Sicherheitstechnologien ein überzeugendes Gesamtpaket bietet.
Was uns gefällt
Starke Datenverschlüsselung und Datenschutz
Großes Server-Netzwerk in über 100 Ländern
Kill Switch und MultiHop für zusätzliche Sicherheit
Benutzerfreundlichkeit
10
Demo-Version
9
Funktionen
8
UltraVPN – VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,1
Sehr gut
Private Internet Access ist ein zuverlässiger Anbieter mit vielen Funktionen, welcher die Online-Sicherheit und den Datenschutz der Benutzenden jederzeit gewährleistet.
Was uns gefällt
Schnelle und stabile Verbindungen
Unterstützt viele Geräte und Plattformen
Hohe Verschlüsselungsstandards
Benutzerfreundlichkeit
9
Demo-Version
9
Funktionen
9
Private Internet Access - VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,6
Sehr gut
HideMyAss überzeugt mit einer klaren Struktur, einer breiten Palette von Funktionen und einer riesiger Server-Auswahl. Besonders hervorzuheben ist zudem eine Remote-Desktop-Unterstützung.
Was uns gefällt
Gutes Server-Netzwerk mit vielen Standorten
Einfache Bedienung und benutzerfreundliche Oberfläche
Unbegrenzte Bandbreite und keine Geschwindig­keits­beschrän­kungen
Benutzerfreundlichkeit
9.5
Demo-Version
8.5
Funktionen
9
HideMyAss - VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,5
Sehr gut
Avira VPN ist aufgrund der Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses absolut zu empfehlen.
Was uns gefällt
Avira bietet eine kostenlose Testversion und Geld-zurück-Garantie.
das VPN hat eine hohe Verschlüsselung und bietet Anonymität beim Surfen.
Avira ermöglicht das Streaming und Torrenting mit schneller Geschwindigkeit.
Benutzerfreundlichkeit
10
Demo-Version
10
Funktionen
9
Avira – VPN Anbieter im Test (Kosten & Erfahrungen)
9,6
Sehr gut

Länderauswahl

Bei einem einfachen VPN hat der Nutzer keinen Einfluss auf die verschlüsselte IP-Adresse. Der Server gibt irgendeine Kennung vor, um somit die Anonymität zu wahren. Allerdings kann es manchmal von Vorteil sein, den fingierten Nutzungsstandort konkret auswählen zu können. Beispiele dafür sind:

  • Das Streaming von Filmen und Serien, die nur in bestimmten Regionen abrufbar sind.
  • Das Umgehen von Ländersperren, um bestimmte Webseiten oder Apps dennoch verwenden zu können.
  • Die Teilnahme an Online-Glücksspielen (Casinos. Poker, Sportwetten etc.), welche sonst vom Gesetzgeber her untersagt wäre.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es demnach sinnvoll sein, die IP-Kennung und damit die Länderwahl beeinflussen zu können. Beim VPN-Vergleich ergeben sich große Unterschiede in der Anzahl der verfügbaren Regionen.

Gleichzeitige Verbindungen / Mehrere Nutzer

Um mehr als ein Endgerät zur selben Zeit abzusichern, bieten manche VPNs ein Paket für mehrere Nutzer an. Bspw. können sich bis zu zehn PCs, Laptops und Smartphones über denselben Account einloggen und parallel den IP-Schutz genießen. Der Bedarf dafür besteht mitunter in privaten Haushalten sowie Büros mit mehr als einem Angestellten bzw. Selbstständigen.

Wenn gleichzeitige Verbindungen zugelassen sind, verbessert sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis deutlich. Es ist nur darauf zu achten, dass die Bandbreite nicht zu sehr darunter leidet, wenn alle Verbindungen über denselben VPN Server umgeleitet werden.

SOS-Funktion

Welche Zusatzfunktionen bietet ein VPN?

Ein VPN verrichtet seinen Dienst dann am besten, wenn die Internetverbindung schnell und stabil arbeitet. Doch wie sieht es mit plötzlichen Störungen aus? Natürlich versucht sich die Software bzw. App sofort wieder zu verbinden. Doch in den Sekunden (teilweise Minuten) bis dies geschehen ist, kann jeder die IP-Adresse einsehen.

Das zweite mögliche Szenario kann sich mit Smartphones ergeben, die unterwegs ein mobiles Datennetz verwenden. 4G ist für ein VPN als Minimum empfehlenswert. Doch während Auto- und Zugfahrten wechselt das Mobilgerät unbemerkt auch in schwächere Netze oder erwischt ein Funkloch.

Um trotzdem den IP-Schutz gewährleisten zu können, gibt es die SOS-Funktion. Sobald es zu einer Störung des Internets kommt, trennt das VPN die Verbindung automatisch. Bis der Nutzer das Problem löst oder es sich von selbst ergibt. Damit wird die IP-Adresse zu keinem Zeitpunkt für Dritte sichtbar!

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Diese Funktion ist auch unter “Kill Switch” und anderen Namen bekannt. Gemeint ist damit stets das sofortige Trennen der Internetverbindung zum Schutz des Nutzers

Bedrohungsschutz (Threat Protection)

Ein reines VPN ist lediglich für die IP-Überwachung zuständig. Der sogenannte Bedrohungsschutz reagiert in Echtzeit auf weitere Gefahren. Damit sind Schadsoftware (Malware) und Tracking Tools gemeint, die unerwünschten Zugriff auf Daten erlangen wollen.

Im Englischen wird diese VPN-Funktion als “Threat Protection” bezeichnet. Sie scannt bspw. die Dateien bei jedem Download und warnt vor Gefahren, bevor diese ihre verheerende Wirkung entfalten können. Es kommt zu einer sofortigen Blockade, um Schäden abzuwenden.

In diesem Sinne fungiert der Bedrohungsschutz wie ein Anti-Viren-Programm. Allerdings gilt diese Funktion in den meisten Fällen nur für Dateien aus dem Internet. Sollte sich ein Virus über einen externen Datenträger einschleichen, hat er damit in der Regel trotzdem Erfolg. Weshalb ein VPN den Virenschutz keinesfalls komplett übernimmt.

Dark Web Monitor

Eine der größten Sicherheitsrisiken besteht darin, dass persönliche Kontoinformationen im WWW öffentlich einsehbar sind. Hacker bedienen sich dabei häufig dem Dark Web. Dies sind spezielle Internetforen, die allerlei Dateien und Zugangsdaten teilen. Ein sogenannter Dark Web Monitor kann die vom VPN genutzte E-Mail im Auge behalten. Sollten damit zusammenhängende Login-Daten auf einschlägigen Seiten zu finden sein, schlägt die Software Alarm.

Double VPN

Ein VPN-Programm verschlüsselt die IP-Adresse, bevor die Verbindung zum Server geht. Dieser sogenannte “Remote VPN Server” täuscht eine andere IP vor. Alle Daten, die nun zwischen dem Endgerät und der Website bzw. der App ausgetauscht werden, sind damit nicht mehr nachvollziehbar.

Für einen besonders hohen Sicherheitsstandard sorgt das Double VPN. Dabei stehen zwei Server zwischen den Verbindungspunkten im Internet. Ein solcher Prozess ist vor allem für besonders sensible Daten gedacht. Wie Firmennetzwerke im Vertrieb oder um das Homeoffice abzusichern.

Werbeblocker

Manche Virtual Private Networks bieten einen integrierten Werbeblocker an. Dieser unterbindet aufdringliche Popup-Banner und sich öffnende Fenster. Damit soll verhindert werden, dass der Nutzer ungewollt darauf klickt und dubiose Webseiten besucht.

Meshnet

Mit einem Meshnet wird eine sichere Verbindung zwischen zwei Geräten hergestellt. Um darauf aus der Ferne zugreifen zu können. Auf diese Weise lässt sich bspw. der Laptop mit dem Smartphone steuern. Die direkte Verbindung funktioniert ähnlich einem lokalen Netzwerk (LAN). Der Datenaustausch kann nur zwischen den verbundenen Geräten erfolgen. Sei es für sicheres Gaming oder Videokonferenzen.

Split-Tunneling

Die grundlegende Konfiguration eines VPNs sieht vor, dass alle eingehenden und ausgehenden Verbindungen verschlüsselt werden. Darunter leidet die Bandbreite ein wenig. Falls sich das Internet dadurch spürbar verlangsamt, hilft das sogenannte Split-Tunneling weiter. Hierbei teilt der Nutzer dem VPN mit, welche Programme er als absolut sicher oder nicht relevant betrachtet. Diese gelangen dann nicht in den Verschlüsselungsprozess und die Geschwindigkeit nimmt wieder zu. Alle sensiblen Daten bleiben trotzdem geschützt.

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Wer zum ersten Mal das Split-Tunneling verwenden möchte, sollte sich professionellen Rat holen. Die meisten VPN-Anbieter stellen hierfür eine Hotline oder E-Mail bereit, um sich zur optimalen Konfiguration beraten zu lassen.

Dedizierte IP-Adresse

Wenn sich ein VPN mit seinem Server verbindet, teilt es seinem Nutzer irgendeine IP-Adresse zu. Sie ändert sich jedes Mal und die IPs werden unter den Anwendern geteilt. Wohingegen eine dedizierte IP-Adresse einmal festgelegt wird. Sie wird für den bestimmten Nutzer geblockt, sodass nur dieser sie nutzt.

Diese VPN-Funktion ist vor allem in einem geschäftlichen Umfeld sehr wichtig. Administratoren können Zugänge für Mitarbeiter festlegen. Wer eine nicht auf der Liste stehende IP-Adresse verwendet, erhält keinen Zugriff auf die Webseite oder das interne Firmennetzwerk.

Smart DNS

Einfache VPNs verschlüsseln den gesamten Datenverkehr und belasten damit die Internetgeschwindigkeit mehr als nötig. Smart DNS konzentriert sich lediglich auf den DNS-Datenaustausch. Die Umleitung erfolgt über einen Proxy-Server. Mit dieser Lösung bleibt das Internet gewohnt schnell.

Wichtig: Der Prozess mit Smart DNS nimmt keine Verschlüsselung vom Datenverkehr vor. Weshalb diese Funktion stets in Kombination mit einem DPN verwendet werden sollte.

RAM-Disk-Server

Wenn auf einem Server eine RAM-Disk eingerichtet ist, profitieren alle Datenströme von schnelleren Ladezeiten. Eine solche Zusatzfunktion ist bei großen Datenbanken mit vielen Bildern und Videos ratsam. Aber auch beim Streaming und Gaming merkt der Nutzer den Unterschied. Also überall dort, wo die Bandbreite stark beansprucht wird und Verzögerungen beim Laden nicht erwünscht sind.

P2P-/Torrent-Unterstützung

Das Filesharing über P2P- und Torrent-Netzwerke wird seit vielen Jahren genutzt, um Daten direkt zwischen Nutzern auszutauschen. Weil diese Technik leider auch für illegale Zwecke verwendet wird, stehen diese “Tauschbörsen” unter strikter Überwachung. Es gibt jedoch VPNs, die P2P bzw. Torrent-Downloads akzeptieren.

WireGuard

Eine Erweiterung zum herkömmlichen VPN. WireGuard basiert auf einer schlanken Struktur und bietet somit rasante Geschwindigkeiten. Zugleich setzt WireGuard eine kryptografische Verschlüsselung ein. Was die Sicherheit beim Surfen, Streamen und Downloaden erhöht.

Strikte No-Log-Policy

Ein VPN sollte niemals irgendwelche Daten von seinen Nutzern speichern. Eine No-Log-Policy beschreibt, dass bei der VPN-Nutzung keine Log-Dateien entstehen. Diese könnten ansonsten vom Internetanbieter oder einer Behörde ausgelesen werden.

Den eigenen Bedarf für das VPN ermitteln

Dies waren nun die gängigsten Funktionen, welche die meisten VPNs bereitstellen. Manchmal sind sie alle im Tarif enthalten, einige mitunter nur gegen Aufpreis erhältlich. Welche Features tatsächlich benötigt werden, hängt vom persönlichen Bedarf ab. Was schlussendlich auch den Preis bestimmt. Mehr Funktionen = Mehr Kosten.

An der Sicherheit sollte keinesfalls gespart werden. Über die maximal mögliche Bandbreite lässt sich diskutieren. Für das reine Browsen im WWW sowie das Abrufen von Mails braucht es nicht viel. Anders sieht es beim Streaming in 4K oder hochauflösenden Videokonferenzen aus. Auch bei Online-Videospielen ist eine schnelle Reaktionszeit gewünscht. Dafür muss dann das VPN ausgelegt sein.

Der große VPN-Ratgeber

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